Chloé, Lehrerin und Freiwillige MPP
Foto von Sarah
- LE 30 Juni 2022

Wir stellen dir Chloé vor, die seit Sommer 2021 als Freiwillige bei MPP arbeitet und Grundschullehrerin ist!

Was hat dich dazu bewogen, dich zu engagieren?

Ich habe immer auf Mülltrennung geachtet, hatte ein paar waschbare Tücher zum Abschminken, aber ich war eindeutig kein Umweltschützer, sondern liebte Shopping, (Bio-)Shampoos mit tausend Düften und Schokoriegel. Was mich wirklich dazu gebracht hat, mich für die Umwelt zu engagieren, waren meine Kinder. Als ich schließlich mit meinem ersten Kind schwanger war, hatte ich im siebten Schwangerschaftsmonat eine "Panikattacke". Es kam für mich nicht mehr in Frage, meinem Baby Wegwerfwindeln anzuziehen. Daraufhin überzeugte ich meinen Mann, waschbare Windeln zu kaufen ... und der Rest kam nach und nach: keine Plastikgläschen, waschbare Babytücher, Secondhand-Kleidung für die ganze Familie, dann viel häufiger Großeinkäufe, Wechsel zu einem 100%-Ökostromversorger usw. Ich habe mich dann für die Windeln entschieden. Für sie, für den Planeten, den wir ihnen hinterlassen werden, "kämpfe" ich jeden Tag.

 

Warum bist du Lehrerin geworden?

Am Anfang, weil ich nicht so recht wusste, wohin ich mich wenden sollte. Ich liebte Kinder und Fremdsprachen. Ich suchte nach einer Möglichkeit, beides miteinander zu verbinden. Ich arbeitete übrigens einige Jahre in einer zweisprachigen Grundschule Deutsch-Englisch, um den Kindern beide Sprachen beizubringen. Da mein ökologisches Engagement aber auch auf die Schule übergriff, ebenfalls nach der Geburt meines ersten Kindes, hatte ich die große Freude zu entdecken, dass meine "neue" Schule ökologisch engagiert war, insbesondere durch die Auszeichnung als "École en Démarche de Développement Durable" (E3D) (Schule im Prozess der nachhaltigen Entwicklung). Ich wurde zur (nervigen) Öko-Referentin. Ich glaube, ich bin genau da, wo ich sein sollte, nämlich in der Kombination von Unterricht und Umweltschutz. Ich liebe es, eine Sitzung zur Bruchrechnung mit einem Diktat über den Amazonas-Regenwald und die vom Menschen verursachten Probleme zu verknüpfen und dann eine Lektion über Karl den Großen zu halten.

 

Warum hast du an MPP teilgenommen?

Als ich meine Unterrichtspraxis ändern wollte, tauschte ich Plastikmaterial fast ausschließlich gegen Papier, Pappe und Metall aus, aber ich fand, dass das nicht genug war. Ich begann mit einigen umweltfreundlichen Lektüren, aber auch das war nicht genug, denn es änderte nichts an den Praktiken meiner Schüler. Dann nahm eines Tages meine Cousine an der Mainstream-Version von MPP teil und nannte mich natürlich für die Herausforderung "Einen Namen weitergeben". Sie erzählte mir davon, aber der Juni bedeutet für mich Kopf-in-den-Schulranzen-und-die-Schulbücher. Also ließ ich es bleiben ... aber ich erkundigte mich einige Wochen später. Und es wurde zu einer Selbstverständlichkeit, dass ich teilnehmen würde! Ich nahm eine Kollegin mit...und dann mehrere!

 

Was hat MPP dir und deinen Schülerinnen und Schülern gebracht?

Für mich ist es eine große persönliche Befriedigung, da ich mich durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in der Organisation noch stärker engagiert fühle (ich hatte in einem komplizierten Moment meiner kurzen Karriere überlegt, in einen Beruf mit ökologischem Schwerpunkt zu wechseln, aber glücklicherweise habe ich schnell wieder Spaß am Unterricht gefunden). Ich habe das Gefühl, dass ich in der Schule meine beiden Überzeugungen miteinander verbinde, indem ich die zukünftige Generation zum Umweltschutz erziehe. Was meine Schülerinnen und Schüler betrifft, so fühle ich mich sehr engagiert. Einige berichten mir von ihrer Lektüre zum Thema Ökologie. Eine Schülerin hat mich um einen Rahmen gebeten, um zu Hause einen Tawashi herzustellen. Sie mögen diese Herausforderung sehr und sind froh, dass sie zum zweiten Mal daran teilnehmen. Ich mag auch die Verbindungen, die sie während der Klassenchallenges untereinander knüpfen, sehr. Für mich sind diese Challenge-Wochen etwas ganz Besonderes, so als ob wir auf Klassenfahrt gehen würden, aber mit der Klasse. Wir bringen unsere Gewohnheiten ein wenig durcheinander, das tut allen gut.

 

Was ist deine nächste ökologische Herausforderung?

Beruflich: Mehr Kolleginnen und Kollegen in die Herausforderung einbinden, indem Sie, warum nicht, Öko-Referentin an mehreren Schulen werden. Persönlich ... das Toilettenpapier zugunsten von Feuchttüchern abschaffen! Ich habe es geschafft, meinen Liebsten zu überzeugen, jetzt müssen wir nur noch loslegen! Baby Nummer 2 ist endlich sauber - Schluss mit den waschbaren Windeln! - und wir haben einen Haufen nutzlos gewordener Feuchttücher, die brav auf ein zweites Leben warten!

Danke Chloe 🌞 Wir sagen: Bis bald für ein neues Porträt!

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